Sehenswürdigkeiten in Mülheim 
Sehenswürdigkeiten in Mülheim

Sehenswürdigkeiten in Mülheim


Schloss Styrum mit Aquarius Wassermuseum

Das Schloss Styrum liegt in Mülheim und der Stadtteil ist nach ihm benannt. In seinen Anfängen war das Schloss eine Burganlage. Bereits 1067 wurde von ihr erstmalig berichtet. Die Anlage wurde oft um- und ausgebaut. Sie gehörte dem Grafen Limburg-Styrum. Über das Land an der Ruhr herrschten die Erzbischöfe von Köln, die Grafen von der Mark, die Herzöge von Berg und die Grafen von Limburg. Sie hatten immer wieder Auseinandersetzungen und bekämpften sich. Deshalb mussten immer neue Burgen errichtet werden. Wenn eine Burg zerstört wurde, bauten die Besitzer sie meistens auch wieder auf. Das Schloss Styrum wurde später von dem Fabrikbesitzer August Thyssen übernommen. Da war es schon ein verwahrlostes Anwesen. Er kaufte es im Jahr 1890. Die Gebäude wurden restauriert. August Thyssen baute Wohnungen für seine Direktoren in das Schloss ein. Heute gehört das Schloss und der Schlosspark der Stadt Mülheim. Im Schlosspark befindet sich ein Wasserturm. Er ist über 100 Jahre alt. Die Kinder der Direktoren durften jedoch den Turm nicht betreten. Im Turm lagerten früher 500 000 Liter Wasser. Als er nicht mehr gebraucht wurde, verwitterte er. Dann entstand die Idee, hier ein Wassermuseum einzurichten. Es richtet sich ganz dem Thema Wasser. Das Aquarius Wassermuseum ist in 21 Bereichen aufgeteilt. Der Turm ist 50 Meter hoch und die Besucher beginnen den Rundgang auch oben. An einer Seite des Gebäudes wurde ein Treppenturm aus Glas gebaut. Aber auch gläserne Fahrstühle bringen die Besucher auf die obere Ebene. Von dort oben hat der Besucher eine wundervolle Aussicht auf die Flusslandschaft der Ruhr. Auf 14 Ebenen werden die verschiedenen Bereiche vorgestellt. Hier kann man am Computer experimentieren, spielen, bauen und forschen. Der Besucher kann einen Tropfen Wasser auf seinen weg aus den Wolken bis ins Meer verfolgen. Filmmaterial existiert hier bis zu sechs Stunden. Früher befand sich ein Seerosenteich in dem Schlosspark. Er wurde von den Bewohnern auch als Schwimmteich benutzt.


Schloss Broich

Schloss Broich liegt im Zentrum der Stadt direkt am Ufer der Ruhr. Der karolingische Festungsbau dient heute vor allem für Events, private Feiern und sonstige Veranstaltungen. Nach der Eroberung Duisburgs durch die Wikinger lässt der ostfränkische Herzog Heinrich im 9. Jahrhundert in Broich zunächst ein Militärlager bauen, aus dem später das Schloss entsteht. Die Burg wird urkundlich erstmals 1188 erwähnt. Die Burganlage wechselt im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Besitzer und wird mehrfach umgebaut und erweitert. So wird etwa zwischen 1380 und 1400 ein neuer gotischer Saalbau mit Staffelgiebeln errichtet. Im 16. Jahrhundert werden innerhalb der Anlage drei Fachwerkhäuser für das Gefolge des Grafen von Limburg. Nach Kriegsschäden und Erweiterungen entsteht im 17. Jahrhundert unter anderem die Vorburg mit Wassergraben. Unter Napoleons Herrschaft wird die Herrschaft Broich aufgelöst und das Gebiet von Preußen annektiert. Im 19. Jahrhundert verfällt das Anwesen langsam. Nach neuen Umbauten gehört das Schloss seit 1938 der Stadt Mülheim. In den 1960er und 1970er Jahren wird die gesamte Anlage aufwendig rekonstruiert und 1975 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. So dient das Schloss heute für Feierlichkeiten und zu Repräsentationszwecken der Stadt Mülheim. Heute finden auch Konzerte und andere Veranstaltungen hier statt.


Haus Ruhrnatur

Das Haus Ruhrnatur in Mülheim an der Ruhr ist ein Naturkundemuseum. Es befasst sich mit allem, was an und in der Ruhr krabbelt, fliegt und schwimmt. Ein Schrank wurde als Oberflächenquerschnitt umgewandelt und beinhaltet in den Schubladen Gesteinsproben. Im Eingangsbereich befindet sich ein Strömungsmodell, das die Verlagerung von Steinen, Kies und Sand durch das Wasser verdeutlicht. Durch eine Kurbel kann der Besucher das Modell in Gang bringen. In einem Fühlkasten müssen Naturmineralien erfühlt werden. Die kleinen Lebewesen können mit einem Mikroskop beobachtet werden. In dem großen Aquarium lernt der Besucher die verschiedenen Fischarten kennen, die es in der Ruhr gibt. Auf Knopfdruck können Naturgeräusche vernommen werden. Der Geruchssinn wird an der Riechstation getestet. Die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) hat es sich mit diesem Museum zur Aufgabe gemacht, Besucher über Gewässer- und Naturschutz aufzuklären. Die Besucher erhalten umfangreiche Informationsbroschüren. Im Jahre 2010 wurde der Themenbereich Klima der Erde und erneuerbare Energien aufgegriffen. Hier können zahlreiche Experimente mit Wasser-, Wind- und Sonnenenergie durchgeführt werden. Wer nach dem Besuch des Museums noch Zeit hat, kann mit einem Kanu auf der Ruhr fahren oder das nahegelegenen Aquarius Wassermuseum besuchen. Das Haus Ruhrnatur ist montags, außer Ostermontag und Pfingstmontag, geschlossen. Da das Museum nicht sehr groß ist, kann es für Familien mit Kinderwagen schon einmal eng werden. Mit dem Auto ist es leicht zu finden, da viele Wegweiser zum Haus Ruhrnatur führen. In dem Museum befindet sich ein kleines Bistro, das kulinarische Speisen anbietet. Im Sommer kann auf der Terrasse an der Ruhr die Sonne genossen werden.


Mülheimer Brauhaus

Im Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim befindet sich das Mülheimer Brauhaus. Breits auf den Treppen, die hinauf ins Brauhaus führen, kann der Gast sich auf ein kühles Bier freuen. Das Rhein-Ruhr-Zentrum beinhaltet neben dem Brauhaus aber auch viele Geschäfte. Es ist das größte Einkaufzentrum in Mülheim. Nach einen langen Shopping-Tag ist das Brauhaus eine wunderbare Anlaufstelle, um sich von den Strapazen zu erholen. Das Einkaufzentrum liegt direkt an der A 40, zwischen Mülheim und Essen. Die A 40 wird hier auch als Ruhrschnellweg benannt. Das Zentrum wurde Ende der 1960er Jahre auf einem ehemaligen Zechengelände errichtet. Hier stand die Zeche Humboldt, bzw. Rosendelle. Es war eines der ersten großen Zentren dieser Art, wo unter einem Dach alle Konsumwünsche erfüllt wurden. Das Wichtigste jedoch war für die Betreiber, dass hier keine Parkplatz Probleme entstanden. In die Planung wurden direkt mehr als genügend Parkplätze mit einbezogen. Der damalige Investor hat mittlerweile dieser Bauweise den Rücken zugedreht und setzt sich für die Wiederbelebung der Innenstädte ein. Auch mit dem öffentlichen Nahverkehr ist das Zentrum gut erreichbar. Mitten auf dem Ruhrschnellweg gibt es eine Haltestelle der Stadtbahnverbindung zwischen Mülheim und Essen. Für die Wartenden ist es nicht besonders angenehm, direkt an dem vorbeirasenden Autoverkehr der A 40 auf die Bahn zu warten. Bei der klaren Struktur des überdachten Einkaufzentrums ist es nicht schwer, das Brauhaus zu finden. Es entstand 1999 um den südlichen Festival Garden. Es ist in der typischen Art von Brauhäusern eingerichtet. Tresen, kleine und große Sitzplätze, blanke Tische und einige Stehtische finden die Besucher hier wie in fast jedem Brauhaus. Bei schönem Wetter ist ein herrlicher Außenbereich für die Gäste aufgestellt. Die hier erhältlichen selbstgebrauten Biere sind Mulvany´s und Ruhrpott Pils werden auch für das wirtschaftlich verbundene Brauhaus Hibernia in Gelsenkirchen mitgebraut. Des weiteren werden Grubengold und die saisonbedingten Biere wie Starkbier oder Meibockzeit hier angeboten, die aber wiederum in Gelsenkirchen gebraut werden.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Mülheim an der Ruhr

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Düsseldorf

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
40 m ü. NN

Fläche:
91,29 km²

Einwohner:
167.471

Autokennzeichen:
MH

Vorwahl:
0208

Gemeinde-
schlüssel:

05 1 17 000



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